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Im Zuge des Flussbau- und Hochwassermanagements, zum Erhalt der Schiffbarkeit und um Flächen besiedeln und nutzen zu können, wurden große Teile der Elbauen seit dem Mittelalter eingedeicht. Die vormals bestehenden tidebeeinflussten Uferbereiche mit ihrer strukturreichen Vegetation gingen verloren. Heutzutage ist man bemüht, Deichvorlandflächen an der Elbe wieder aufzuwerten und zu vergrößern. Die Gesellschaft für ökologische Planung hat bereits zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung bestehender Deichvorlandflächen und zur Schaffung natürlicherer Elbufer in Hamburg initiiert oder umgesetzt.


Ziel des Projektes ist die Initiierung neuer Vorhaben zur Umgestaltung von Uferzonen an der Tideelbe, so dass sich die Uferzonen eigendynamisch in Richtung eines natürlicheren Stromufers entwickeln können. Damit einher geht eine Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Uferbereiche, Tideauwälder und Süßwasserwatten mit ihrer zum Teil endemischen Pflanzenwelt und bedrohten Tierarten.


Im Rahmen des Projekts werden zum einen Skizzen zur Renaturierung von Deichvorlandflächen erstellt, zum anderen werden konkrete Maßnahmen umgesetzt. Bei der Erstellung der Skizzen werden im Wesentlichen die Realisierungschancen und Risiken bestimmter Maßnahmen analysiert, sowie die generelle Machbarkeit bewertet. Anschließend werden bei größeren Maßnahmen mit hohem Ressourceneinsatz geeignete Träger zur Realisierung gesucht.

In der Vergangenheit hat die Gesellschaft für ökologische Planung Arbeiten wie den Abriss von Baulichkeiten in Gebieten auch selbst vorgenommen.

Kleinere strukturverbessernde Maßnahmen in Deichvorländern werden fortlaufend von uns durchgeführt. Dazu gehören planvolle Interventionen in die Vegetationszusammensetzung in Elbvorländern. So werden zum Beispiel standortfremde Gehölze entnommen. Zu wertvollen Lebensräumen an der Tideeelbe zählen auch die Flusstal-Dünen z.B.in der Borghorster Elblandschaft. Um eine günstige Entwicklung der Artenvielfalt in diesen Bereichen zu unterstützen, werden die Offenflächen durch Entnahme von Kiefern, Birken, Fichten und Zitterpappeln vergrößert. Auch der häufige Bewuchs der Flächen mit der Späten Traubenkirsche soll reduziert werden.

Vorgesehen ist außerdem die manuelle Umlagerung von Uferdeckwerk im Naturschutzgebiet Schweenssand. So eine minimalinvasive Maßnahme bietet sich insbesondere an, wenn weder land- noch wasserseitig mit vertretbarem Aufwand eine größere Umsetzung (Schaffung von Buchten oder Flachwasserzonen) möglich ist, Strukturen hinter der Uferbefestigung gefördert werden können (Priele, Gräben, Rehnen) und wertvoller Bewuchs bei maschinellem Vorgehen Schaden nehmen würde (Auwald, Tide-Röhricht, Vorkommen des Schierlings-Wasserfenchels).