• Umlagerung von Uferdeckwerk 1
  • Umlagerung von Uferdeckwerk 2
  • Umlagerung von Uferdeckwerk 3
  • Umlagerung von Uferdeckwerk 4

Vor den menschlichen Eingriffen und dem Ausbau für die Schifffahrt waren Süßwassertideauen die ursprünglichen Uferlandschaften an der Tideelbe. Durch großmaßstäbliche Eindeichungen von Vorlandflächen, Absperren von Nebenarmen und die bauliche Befestigung der Ufer finden sich nur noch wenige Reste dieser natürlichen Uferbereiche. Dabei sind Süßwassertideauen europaweit einzigartige Gebiete - Grundvoraussetzung ist der Einfluss der Gezeiten, jedoch nicht mit Salzwasser, sondern mit Süßwasser. Im Elb-Abschnitt zwischen Wedel und dem Sperrwerk in Geesthacht ist diese Bedingung gegeben: tidebeeinflusst schwankt der Wasserstand der Elbe um circa 3,60m mit reinem Süßwasser. Die wenigen dort noch bestehenden Deichvorländer werden regelmäßig von der Flut mit Süßwasser überschwemmt und bilden artenreiche Lebensräume mit Süßwasserwatt, ausgeprägten Röhrichtzonen und Resten von Auwald. Hier findet auch der Schierlings-Wasserfenchel, eine endemische Art (also nur hier in Hamburg vorkommende Art) sein Habitat.
Auf Grund ihrer Seltenheit stehen die Tideauen heutzutage größtenteils unter Naturschutz. Die Uferbereiche dieser Flächen sind jedoch ebenfalls befestigt, zum Beispiel mit Schüttsteinen und anderem Uferdeckwerk. Die befestigten Ufer sind monoton und strukturarm und bieten Tieren und Pflanzen kaum Lebensraum. An strömungsberuhigten Buchten oder kleinen Nebenarmen des Elbe-Hauptstroms ist die steinige Befestigung jedoch nicht flächendeckend zur Ufersicherung notwendig. Genau hier setzen unsere Aktivitäten an: Für mehr Vielfalt an der Tideelbe befreien wir kleine Abschnitte im Vordeichland von Steinen des Uferdeckwerks und schaffen so kleine neue Lebensräume.


Durch das stellenweise Abtragen der künstlich angelegten Uferbefestigungen in den Naturschutzgebieten kann das Elbwasser bei Flut weiter in das Deichvorland eindringen und Flächen leichter überspülen und verändern. Es bilden sich vom Wasser natürlich geformte Bereiche, in denen sich die jeweils an die Stärke der Überflutung angepasste Vegetation weiter ausbreiten kann. Potenzielle Flächen zur Ansiedlung des Schierlings-Wasserfenchels werden geschaffen. Tiere (vor allem Fische) finden vielfältigere Strukturen mit besseren Nahrungsangeboten und Rückzugsmöglichkeiten. Insgesamt sollen die Uferrenaturierungen zu einer wachsenden Struktur- und Artenvielfalt in den Naturschutzgebieten beitragen.


Um vielfältigere Uferbereiche zu schaffen, tragen wir an zahlreichen Stellen in an der Tideelbe gelegenen Naturschutzgebieten und anderen wertvollen Flächen das steinerne Uferdeckwerk per Hand kleinflächig ab. Mit Spaten, Eimern und Muskelkraft bergen wir die Deckwerkssteine aus den Buchten und lagern sie in das bestehende Deckwerk am Hauptstrom um. Oft befinden sich die Maßnahmenflächen an bereits existierenden Prielen und Buchten und lassen sich nur zu Fuß erreichen. Der Einsatz von Maschinen wäre daher oftmals gar nicht machbar und würde zudem eine massive Störung für die Natur darstellen.
Bis Ende 2018 wurden bereits an über zehn Orten, unter anderem in den Schutzgebieten Schweenssand und Auenlandschaft Obere Tideelbe kleine Buchten und Uferabschnitte von Deckwerkssteinen befreit. Mindestens zwanzig weitere Vorhaben warten noch auf ihre Umsetzung. An den schon bearbeiteten Stellen zeigen sich bereits Erfolge, die erwartete Ausbreitung typischer Vegetation und die Ausdehnung natürlicher Süßwasserwatten sind eingetreten. Beispielsweise ist die Anzahl der Exemplare des endemischen Schierlings-Wasserfenchels auf einer der ersten Maßnahmenflächen im Naturschutzgebiet Schweenssand deutlich gestiegen. Aus diesem Grund lässt sich für zukünftige Maßnahmen auf ähnlich erfreuliche Ergebnisse hoffen. Für unsere Arbeiten im Naturschutzgebiet Schweenssand sind wir mit dem 2. Platz des Harburger Nachhaltigkeitspreises 2018 ausgezeichnet worden.
Wollen Sie helfen, zusätzliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen und eine höhere Strukturvielfalt an der Elbe zu schaffen? Wir freuen uns immer über tatkräftige ehrenamtliche Helfer bei unseren Einsätzen! Melden Sie sich unter info@goep.hamburg


Naturschutzprojekte

Vor den menschlichen Eingriffen und dem Ausbau für die Schifffahrt waren Süßwassertideauen die ursprünglichen Uferlandschaften an der Tideelbe. Durch großmaßstäbliche Eindeichungen von Vorlandflächen, Absperren von Nebenarmen und die bauliche Befestigung der Ufer finden sich nur noch wenige Reste dieser natürlichen Uferbereiche. Dabei sind Süßwassertideauen europaweit einzigartige Gebiete - Grundvoraussetzung ist der Einfluss der Gezeiten, jedoch nicht mit Salzwasser, sondern mit Süßwasser. Im Elb-Abschnitt zwischen Wedel und dem Sperrwerk in Geesthacht ist diese Bedingung gegeben: tidebeeinflusst schwankt der Wasserstand der Elbe um circa 3,60m mit reinem Süßwasser. Die wenigen dort noch bestehenden Deichvorländer werden regelmäßig von der Flut mit Süßwasser überschwemmt und bilden artenreiche Lebensräume mit Süßwasserwatt, ausgeprägten Röhrichtzonen und Resten von Auwald. Hier findet auch der Schierlings-Wasserfenchel, eine endemische Art (also nur hier in Hamburg vorkommende Art) sein Habitat.
Auf Grund ihrer Seltenheit stehen die Tideauen heutzutage größtenteils unter Naturschutz. Die Uferbereiche dieser Flächen sind jedoch ebenfalls befestigt, zum Beispiel mit Schüttsteinen und anderem Uferdeckwerk. Die befestigten Ufer sind monoton und strukturarm und bieten Tieren und Pflanzen kaum Lebensraum. An strömungsberuhigten Buchten oder kleinen Nebenarmen des Elbe-Hauptstroms ist die steinige Befestigung jedoch nicht flächendeckend zur Ufersicherung notwendig. Genau hier setzen unsere Aktivitäten an: Für mehr Vielfalt an der Tideelbe befreien wir kleine Abschnitte im Vordeichland von Steinen des Uferdeckwerks und schaffen so kleine neue Lebensräume.


Durch das stellenweise Abtragen der künstlich angelegten Uferbefestigungen in den Naturschutzgebieten kann das Elbwasser bei Flut weiter in das Deichvorland eindringen und Flächen leichter überspülen und verändern. Es bilden sich vom Wasser natürlich geformte Bereiche, in denen sich die jeweils an die Stärke der Überflutung angepasste Vegetation weiter ausbreiten kann. Potenzielle Flächen zur Ansiedlung des Schierlings-Wasserfenchels werden geschaffen. Tiere (vor allem Fische) finden vielfältigere Strukturen mit besseren Nahrungsangeboten und Rückzugsmöglichkeiten. Insgesamt sollen die Uferrenaturierungen zu einer wachsenden Struktur- und Artenvielfalt in den Naturschutzgebieten beitragen.


Um vielfältigere Uferbereiche zu schaffen, tragen wir an zahlreichen Stellen in an der Tideelbe gelegenen Naturschutzgebieten und anderen wertvollen Flächen das steinerne Uferdeckwerk per Hand kleinflächig ab. Mit Spaten, Eimern und Muskelkraft bergen wir die Deckwerkssteine aus den Buchten und lagern sie in das bestehende Deckwerk am Hauptstrom um. Oft befinden sich die Maßnahmenflächen an bereits existierenden Prielen und Buchten und lassen sich nur zu Fuß erreichen. Der Einsatz von Maschinen wäre daher oftmals gar nicht machbar und würde zudem eine massive Störung für die Natur darstellen.
Bis Ende 2018 wurden bereits an über zehn Orten, unter anderem in den Schutzgebieten Schweenssand und Auenlandschaft Obere Tideelbe kleine Buchten und Uferabschnitte von Deckwerkssteinen befreit. Mindestens zwanzig weitere Vorhaben warten noch auf ihre Umsetzung. An den schon bearbeiteten Stellen zeigen sich bereits Erfolge, die erwartete Ausbreitung typischer Vegetation und die Ausdehnung natürlicher Süßwasserwatten sind eingetreten. Beispielsweise ist die Anzahl der Exemplare des endemischen Schierlings-Wasserfenchels auf einer der ersten Maßnahmenflächen im Naturschutzgebiet Schweenssand deutlich gestiegen. Aus diesem Grund lässt sich für zukünftige Maßnahmen auf ähnlich erfreuliche Ergebnisse hoffen. Für unsere Arbeiten im Naturschutzgebiet Schweenssand sind wir mit dem 2. Platz des Harburger Nachhaltigkeitspreises 2018 ausgezeichnet worden.
Wollen Sie helfen, zusätzliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen und eine höhere Strukturvielfalt an der Elbe zu schaffen? Wir freuen uns immer über tatkräftige ehrenamtliche Helfer bei unseren Einsätzen! Melden Sie sich unter info@goep.hamburg